Wenn einstige „Tourismuskristalle“ verblassen…

Die 5. Leerstandskonferenz Mitte Oktober 2016 hat sich mit dem Thema „Tourismus“ befasst und hat als Standort den Ort Sankt Corona am Wechsel ausgewählt. Für die Teilnehmer der Konferenz, die Tourismusmanager und die Journalisten sollte auf einen Blick merkbar werden, was passiert wenn Tourismusorte ihr Strahlen verlieren und das aktuelle Erscheinungsbild von Hotels und touristischer Infrastruktur bestenfalls noch von den „guten alten Zeiten“ zeugen. Das ist zweifelsfrei gelungen. In St. Corona ist sogar das Gemeindeamt an den Rand gesiedelt und hat den Ortskern mit seinen Hotel-, Pensions- und Geschäftsruinen hinter sich gelassen. Dennoch gibt es im einstigen Wintersportort im Einzugsgebiet des bevölkerungsreichen Ostens von Österreich und den angrenzenden Nachbarländern aktuelle Investitionen und Initiativen um den Ort „nur aus einer Krise“ zu holen. Zum einen errichtet das Land NÖ die Familienarena St. Corona mit Sommerrodelbahn, Motorikpark und Familienskiland und versucht aus dem ehemaligen Wintersportort ein Ganzjahres-Ausflugsziel zu machen. Betrieben wird das Areal von einem ortsansässigen Unternehmen mit Mitarbeitern aus der Region. Zum anderen bemühen sich private Investoren rund um den Schiclub um die Aufrechterhaltung eines Schleppliftbetriebes im ehemaligen Schigebiet St. Corona, um gemeinsam mit dem neuen Familienskiland weiterhin die Ausbildung des Schifahrernachwuchses zu fördern. Dies im Sinne eines gesamtösterreichischen Interesses. Wenn Familien, Schulen und Vereine leistbar und im Nahbereich ihrer Wohn- und Standorte Kindern das Schifahren beibringen können werden in weiterer Folge auch andere, „die größeren“ Schigebiete im Rest unseres Landes Schifahrernachwuchs ansprechen können.

Der Ortskern von St. Corona unterdessen wartet noch auf Belebung, genau wie andere ehemalige Tourismuskristalle wie etwa Bad Gastein. Dazu kamen während der Leerstandskonferenz einige Impulse hinsichtlich temporärer Nutzung, beispielsweise durch Kunst & Kultur – das Pop-up Atelier im alten Gemeindeamt – oder von individuellen Ortsinitiativen – z.B. Yogakurse im ehemaligen Gastraum eines stillgelegten Gastronomiebetriebes. Mutige dauerhafte Lösungen zur Revitalisierung leerstehender (Tourismus-)Immobilien hingegen sind schwierig zu finden, aber nicht unmöglich wie einige Best-Practice Beispiele zeigen. Nähere Informationen dazu sind im Standard vom 22.10.2016 erschienen.

Die Bekämpfung und Vermeidung von Leerstand steht stets im Interesse einer breiten Öffentlichkeit (Gemeinden, Ortsansässigen, Unternehmern, Regionalentwicklern, etc.) und ist daher auch Thema für Crowdfunding / Crowdinvesting. Gerne beraten wir Sie zur Umsetzung Ihrer innovativen Idee unter info@we4tourism.at. Gemeinsam wollen wir die „Kristalle“ wieder zum Strahlen bringen.

 

0 Kommentare



Logo Invest ID Created using Figma

{{ "LOGIN_TEXT" | translate }}

{{ "NEW_TO_INVEST_ID" | translate }}