Tourismus: Neues Startup „eCharge“ will österreichische Hotels zu Elektrotankstellen machen

Autor: Helene Tuma/Feuereifer;

eCharge plant Hotels zu Elektrotankstellen zu machen.© eCharge.work
eCharge plant Hotels zu Elektrotankstellen zu machen.© eCharge.work

Elektromobilität – was heute noch wie Zukunftsmusik klingt, wird in wenigen Jahren Wirklichkeit und Normalität sein. Schon heute nimmt die Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge um etwa 30% jährlich zu.

Die größte Hürde der Elektromobilität ist derzeit die Frage, wo das Fahrzeug aufgeladen werden kann. Wer hier eine Ladestation anbieten kann, profitiert daher von einem klaren Wettbewerbsvorteil. Und wird zum ökologischen Vorreiter der Energiewende. Das ist auch eine Chance für den Tourismus.

Hotels als Ladestationen

Das deutsch-österreichische Startup eCharge von Gründer und Geschäftsführer Markus Dold plant Hotels zu Elektrotankstellen zu machen. „Abgesehen von Tesla, die bereits seit Jahren an einer exklusiven Ladeinfrastruktur für ihre Kunden arbeiten, stehen große Automobilhersteller wie VW, Volvo oder Porsche vor dem Problem einer nicht vorhandenen oder teilweise nur schlecht ausgebauten Infrastruktur an Ladestationen“, sagt Dold.

Dold, der früher lange für Booking.com tätig war und so die Hotelbranche gut kennt, hat bis dato mehr als 50 Hotels in Österreich unter Vertrag genommen, bis Jahresende sollen es 500 sein. Diese Betriebe bekommen die Ladestationen für E-Autos kostenlos eingerichtet, Hardware, Strom und den Umbau bezahlt eCharge. Dafür laufen die Verträge sieben Jahre lang exklusiv. Wenn ein Hotelgast tankt, kostet ihn das pro Nacht 20 Euro, zwei Euro davon gehen an den Hotelbetreiber. Nutzer sollen die Hotels mit den Ladestationen über eine eigene App entdecken können, in der es dann passende Angebote für sie gibt. Die Ladestation wird zudem in gängige Kartensoftware und Hotelbuchungsportale aufgenommen, wodurch Hotels eine neue, zahlungskräftige und moderne Zielgruppe ansprechen können.

Ökosystem für Elektromobilität

“Die Ladestation ist für uns der Türöffner in die Community der Elektroautobesitzer”, sagt Dold. Bei den Ladestationen setzt eCharge auf langsames Laden, weil man in der Masse fürchtet, mit Schnellladestationen das Stromnetz zu belasten. Außerdem würden Hotelgäste ohnehin über Nacht bleiben und so genug Zeit für eine volle Akkuladung haben. „Alleine in Deutschland und Österreich sprechen wir von einem Potential von 40.000 ungenützten Standorten“, sagt Dold. „Dem gegenüber stehen lediglich 300 Hotels, die dieses Service bereits anbieten.“ Um umweltfreundlich zu sein, setzt eCharge auf den Energielieferanten Awattar, der zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien liefert.

Infos unter:  www.echarge.work

 

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