Tourismus: Kletterurlaub im Climbers Paradise Tirol

Autor: Helene Tuma/Feuereifer;

Klettersteig Seekarlspitze © Achensee Tourismus
Klettersteig Seekarlspitze © Achensee Tourismus

Weshalb sich Tirol als „Climbers Paradise“ bezeichnet? Das mag wohl einerseits daran liegen, dass Tirol eine schier unerschöpfliche Zahl an namhaften Gebirgszügen bietet, die zum Klettern prädestiniert sind. Darunter finden sich zum Beispiel die Lienzer Dolomiten, das Karwendelgebirge und der Rofan oder der Wilde Kaiser. Die Gesteinsarten reichen von massivem Granit in den Ötztaler Alpen bis hin zu weichem Kalk in den nördlichen Kalkalpen. Andererseits ist auch die Anzahl der Klettermöglichkeiten in Tirol erstaunlich: 5.000 Sportkletterrouten, 1.500 Boulderprobleme, 100 Klettersteige und ebenso viele Klettergärten machen Tirol tatsächlich zum Paradies für Kletterer. Knapp 50 qualitätsgeprüfte Kletter-Unterkünfte heißen Kletterer willkommen, Bergsportschulen – und Verleihe bieten moderne Kletterausrüstung an.

Klettern lernen in Tirol

Tirols spektakuläre Bergwelt kletternd zu erobern, will gelernt sein. Deshalb bieten der Österreichische Alpenverein und Initiativen wie Climb How oder SAAC Kletterkurse und vermitteln Wissen über alpine Gefahren und Risikomanagement. Damit auch Kinder frühzeitig Spaß an der Bewegung am Fels finden, bieten 25 qualitätsgeprüfte Klettergärten und zwei Bouldergebiete speziell auf Familien ausgerichtete Kletterangebote.

Hobbysportler betreiben Klettern als Ausgleich oder aus Spaß, manche aber wollen höher hinaus. Tirol ist mit seinen Schulen und Leistungszentren österreichweit führend im Klettersport und spielt auch international eine Rolle. So wurde beispielsweise der junge Tiroler Jakob Schubert Gesamtweltcupsieger im Klettern, Angela Eiter dreifache Weltmeisterin. Und 2018 gastiert hier sogar die Kletter-Weltmeisterschaft.

Comeback für die Kletter-WM nach 25 Jahren

Klettergarten Falkenstein in Matrei in Osttirol © Tirol Werbung / Pupeter Robert
Klettergarten Falkenstein in Matrei in Osttirol © Tirol Werbung / Pupeter Robert

Die Kletter-WM kehrt 2018 zurück zu ihren Wurzeln. 25 Jahre nach der zweiten Weltmeisterschaft in der Geschichte dieses Sports gastieren die weltbesten Kletterer erneut in Innsbruck. Im Jahr 1993 hießen die Weltmeister im Vorstieg François Legrand und Susi Good, die Disziplin „Bouldern“ existierte damals noch gar nicht und viele der heutigen Kletterstars waren noch gar nicht geboren. Sie werden im Kletterzentrum Innsbruck um WM-Medaillen kämpfen, das im Mai 2017 eröffnet hat und als eine der modernsten Kletterhallen weltweit gilt. Alleine die Vorstiegshalle des neuen Kletterzentrums umfasst 3.000 Quadratmeter Kletterfläche, die Boulderhalle weitere 1.200 Quadratmeter. Das ermöglicht unglaubliche 220 Kletterlinien und über 600 Routen sowie mehr als 200 Boulder. Seine erste Feuertaufe erlebt das weltgrößte Indoor-Kletterzentrum mit der Jugend- & Junioren-Kletterweltmeisterschaft von 30. August bis 10. September 2017, an der rund 1.400 junge Sportkletterer im Alter von 14 bis 19 Jahren aus 60 Ländern teilnehmen. 2018 folgt die IFSC Kletter-WM der Erwachsenen, zu der 750 Athleten aus 70 Ländern und rund 40.000 Zuseher erwartet werden.

Ein Eldorado für Kletterer

Auch Kinder können in Tirol Klettern lernen © Tirol Werbung / Herbig Hans

Die imposanten Loferer Steinberge und die Waidringer Steinplatte sind in der Kletterszene längst ein Begriff. Die schroffen Wände und steilen Hochkare begeistern nicht nur Kletterlegenden wie Chris Sharma, Markus Bendler oder die weltbekannten Huber-Buam, sondern locken auch jedes Jahr zahlreiche Sportkletterer aus aller Welt an. Im Tiroler PillerseeTal entstand in den vergangenen Jahren ein großartiges Kletterangebot. Familientaugliche Klettergärten, Klettersteige und Kletterhallen sind hier ebenso zu finden wie Sportkletterrouten und alpine Mehrseillängen. Beim SAAC Klettercamp am 24. und 25. Juni bieten staatlich geprüfte Bergführer im kostenlosen Climbing Camp wertvolle Tipps zum sicheren Klettern am Fels. Mit dem spektakulären Rock Desaster am 8. Juli bietet die Region ein weiteres Top-Event für Kletterfans und Nachwuchskletterer an. Kopf-an-Kopf treten die Speedkletterer beim Rock Desaster an der 15-Meter Wand gegeneinander an. Auf eine Seilsicherung wird verzichtet und so endet ein Fehlgriff ebenso wie das Erreichen der Zielmarkierung mit einem Sprung ins kalte Wasser. Bei Teilnehmern wie Zuschauern ist also für reichlich Action gesorgt. Ab 13.00 Uhr zeigen zunächst die Kids ihr Können und ab 17.00 Uhr klettern die Damen und Herren um den Einzug ins große Finale, das um 19.30 Uhr bei Flutlicht auf dem Programm steht. Nach der Preisverteilung geht die Party mit dem Live-Act „Ruff Stuff“ erst so richtig los.

Linktipps zur Urlaubsplanung

Die Website www.tirol.at/klettern bietet einen guten Überblick zum Kletterangebot in Tirol – von den passenden Unterkünften bis hin zu Klettertipps für Einsteiger und Familien.

Auf der Website www.climbers-paradise.com finden Kletterer noch detailliertere Informationen und kostenlose Topos zu den Tiroler Klettergebieten, um ihren Kletterurlaub in Tirol individuell zu planen.

Wer lieber offline plant, kontaktiert einfach telefonisch die Alpine Auskunft (+43-512-587828) oder wendet sich an geprüfte Bergführer und Kletter-Instruktoren vor Ort.

 

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