Tourismus: 2 Milliarden Reisen weltweit bis 2030 – Österreich holt sich seinen Anteil am Jobwunder

Autor: Helene Tuma/Feuereifer;

Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, will einen Anteil am weltweiten Tourismuswachstum für Österreich holen © ÖHV
Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, will einen Anteil am weltweiten Tourismuswachstum für Österreich holen © ÖHV

In der Industrie und in der Finanz geben Deutschland, das Silicon Valley und die Schweiz den Ton an. Im Tourismus ist Österreich eine Weltmacht. „Und das ist der Riesenvorteil für unsere Mitarbeiter und ganz Österreich: Wir ersetzen keinen guten Mitarbeiter durch Maschinen“, betont Michaela Reitterer, Inhaberin des Boutiquehotel Stadthalle in Wien und Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Die Branche hat das auch nicht nötig. Österreichs Top-Hotellerie war in der Wirtschaftskrise eine Bastion auf dem Arbeitsmarkt. Der einsetzende Aufschwung bringt eine Fülle an Karrierechancen mit sich. Österreichs Tourismus- und Freizeitangebot ist international so beliebt, dass die Ankünfte internationaler Gäste im Vorjahr mit plus 5,2 % viel stärker stiegen als im weltweiten Durchschnitt.

Sinkende Arbeitslosigkeit und offene Stellen machen Österreichs Hotellerie zur Wunderwaffe auf dem Arbeitsmarkt

Österreichs Beherbergungsbetriebe sind wahre Musterschüler auf dem Arbeitsmarkt: Gegen den Trend in der Gesamtwirtschaft ist die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahr um 3,9 % gesunken, die Zahl der offenen Stellen um 3,2 % gestiegen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: „In der Konjunkturflaute so Gas zu geben: Das ist eine Meisterleistung! Gratulation an alle, die in der Krise mehr Mitarbeiter einstellen, höhere Gehälter zahlen, mehr Gäste ansprechen! Wie wird das erst aussehen, wenn die Konjunktur wieder anzieht!“ Reitterer will den Tourismus-Turbo zünden: „Aber vorher muss die Handbremse gelöst werden: Das heißt her mit mehr Arbeitnehmermobilität, weg mit dem bürokratischen Ballast und runter mit den Lohnnebenkosten!“

Österreichs Beherbergungsbetriebe sind wahre Musterschüler auf dem Arbeitsmarkt © Falkensteiner Hotels
Österreichs Beherbergungsbetriebe sind wahre Musterschüler auf dem Arbeitsmarkt © Falkensteiner Hotels

Unfassbares Wachstum

Die United Nations World Tourism Organization prognostiziert ein weltweites Tourismuswachstum von zumindest 3,3 % pro Jahr bis 2030. Damit steigt die Zahl der internationalen Reisen von 1,2 Mrd. auf dann fast 2 Mrd., so Reitterer, die den Anteil an diesem Wachstum für Österreich holen will: „Ein unfassbares Geschäftsvolumen! Und das Beste daran ist: Jeder Prozentpunkt mehr bringt Millionen neuer Arbeitsplätze und Karrierechancen in aller Welt“, erklärt Reitterer, warum die Branche laufend Mitarbeiter sucht: „Weil wir erfolgreich sind, weil wir stark wachsen. Und wir machen so weiter!“

 

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