Kärntens Tourismus weiter im Aufwind

2017 wieder deutlich über einhundert Millionen Euro investiert

Die 2016 sehr erfolgreich begonnene Förderkooperation zwischen dem Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) konnte heuer noch mehr Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft erreichen. 214 Kärntner Tourismusbetriebe haben Förderungen von ÖHT und KWF in Anspruch genommen und mit ihren Projekten 108 Millionen Euro in Qualitätsverbesserungen, Betriebsgrößenoptimierungen und betriebliche Infrastruktur investiert.

„Mit 182 geförderten Investitionsprojekten hat die im Jänner 2016 vorgestellte Förderkooperation zwischen KWF und ÖHT einen tollen Start hingelegt. Wir haben damit gezeigt, dass über die Vernetzung der Förderungen von Bund und Land hochattraktive Förderprodukte geschaffen werden können und haben damit eine Aufbruchsstimmung im Kärntner Tourismus erzeugt. Die Zusammenarbeit mit dem KWF – sowohl mit den Vorständen Dr. Juritsch und Mag(a) Venus als auch dem gesamten KWF-Team ist perfekt. Dass es 2017 nochmals gelungen ist, die Zahl der positiv abgewickelten Förderanträge zu steigern, ist großartig und ist Ergebnis dieser optimalen Kooperation“, freut sich der Chef der ÖHT, Wolfgang Kleemann.

KommR Mag. Wolfgang Kleemann, Generaldirektor der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank mit DI Christian Benger, Landesrat der Kärntner Landesregierung bei der gemeinsamen Pressekonferenz am 21.12.2017. (c) Amt der Kärntner Landesregierung / Alvin Bijedic

 

2017 konnten in den gemeinsamen Aktionen zwischen KWF und ÖHT 214 Investitionsprojekte unterstützt werden. Damit hat sich Kärnten in der ÖHT-Förderstatistik auf Platz DREI positioniert und liegt damit mit den „Tourismuskaisern“ Tirol und Salzburg auf einem „Stockerlplatz“.

Die geförderten Kärntner Unternehmen haben Gesamtinvestitionen über EUR 107,828.738 getätigt. Wie die ÖHT aus Studien zeigen kann, werden 60% dieser Investitionen in einem Umkreis von 60 Kilometern um den Investitionsstandort wertschöpfungswirksam. Die von der Kärntner Tourismus- und Freizeitwirtschaft gesetzten Maßnahmen verbessern also nicht nur die Qualität und Ausstattung der Betriebe, sondern sind ein ganz wesentlicher Impact für die regionale Wirtschaft. Anders betrachtet: Von den mehr als EUR 819 Millionen, bei denen ÖHT 2017 in irgendeiner Form dabei war (sei es mit Zuschüssen, geförderten Krediten oder Haftungen) betreffen 13,2% das Bundesland Kärnten.

„Die Projekte sind 2017 gegenüber 2016 im Durchschnitt etwas kleiner geworden – im Schnitt werden pro Unternehmen etwa EUR 500 Tsd. investiert –  im Vorjahr waren es EUR 700 Tsd. –  das zeigt aber nichts anderes, als dass es 2016 gelungen ist, durch Leitprojekte einen Investitionssog zu erzeugen, dem sich 2017 auch viele kleinere Vorhaben angeschlossen haben und damit dazu beitragen, dass der Kärntner Tourismus sich gesamthaft neu und verbessert aufstellt“ kommentiert Kleemann die aktuelle Entwicklung.

Preisträger Lust auf Wörthersee (c) ÖW / Christandl
Preisträger Arge Digion (c) ÖW / Christandl

Aber auch abseits der investiven Maßnahmen ist der Kärntner Tourismus hochaktiv. Von den 2017 prämierten sieben „Leuchtturmprojekten“ – eine Förderaktion, in der Bund/ÖHT/EU besonders innovative Ideen für die Tourismuswirtschaft auszeichnet und die heuer unter dem Schwerpunkt „Digitalisierung“ stand – sind zwei Projekte aus Kärnten. Sowohl die Idee, Sprachassistenten im Tourismus zur Verbesserung der Informationsqualität einzusetzen (ein Projekt der ARGE Lust auf Wörthersee) als auch die aktive Vernetzung einer emotionalen Verkaufsförderung, die in der Region Villach – Faaker See – Ossiacher See  geplant ist, haben eine sehr kritische Jury überzeugt.

 

Am 20. November 2017 startete für rund 30 Teilnehmerinnen/Teilnehmer die einjährige Vor-Lehre an Fachberufsschule für Tourismus in Warmbad-Villach. (Quelle: KWF, Foto: Laimböck)

„Und auf ein Projekt bin ich ganz besonders stolz“ streut Kleemann dem Kärntner Tourismus Rosen: „In einem Fördercall des BMWFW zur Integration ist ein Kärntner Projekt unter 120 Einreichungen als eines der fünf besten hervorgegangen. TourIK – Tourismus und Integration in Kärnten hat sich zum Ziel gesetzt, 30 motivierte minderjährige Flüchtlinge nach einer umfangreichen Potenzialanalyse in der Fachberufsschule Warmbad Villach in einem einjährigen Ausbildungsprogramm (Vor-Lehre) optimal auf die zukünftigen Lehrberufe Koch/Köchin und Restaurantfachmann/-fachfrau vorzubereiten um danach eine reguläre Lehre in einem Kärntner Tourismusbetrieb zu beginnen.  Während der gesamten Ausbildungsphase steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Diakonie de La Tour mit einer umfangreichen sozialpädagogischen Betreuung zur Seite. Unterstützt und begleitet wird es außerdem von der FH Kärnten, dem AMS, dem KWF und der ÖHT. Mittlerweile haben wir 24 Kärntner Tourismusunternehmen gewinnen können, die Patenschaften für 35 Jugendliche zu übernehmen und ihnen Praktikumsplätze während der Vor-Lehre zur Verfügung stellen, in der Folge einen regulären Lehrplatz in Aussicht stellen bzw. anbieten und die sich mit einem Eigenbeitrag von EUR 2.000 pro Lehrplatz an den Kosten des Projektes beteiligen. Fazit: Ein Riesenerfolg. Nicht (nur) für die Initiatoren des Projektes, sondern vor allem für die Kärntner Tourismus- und Freizeitwirtschaft, denn die beweist mit ihrer Akzeptanz, dass sie weltoffen ist und lösungsorientiert denkt“ so Kleemann.

 

Antragstellungen müssen vor Projektbeginn erfolgen – bei Haftungsanträgen muss die Entscheidung der Haftungskommission abgewartet werden, erst dann darf mit dem Vorhaben begonnen werden. Antragstellung für Haftung, Zuschuss oder Zinsstützung und ergänzende Förderung des jeweiligen Bundeslandes direkt oder über Hausbank bei ÖHT (ausfüllbares PDF im Download über www.oeht.at)

 

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