Hotellerie: In Biwaks das Sternefunkeln genießen

Autor: Helene Tuma;

Im Biwak genießt man einen herrlichen Blick auf den See © MTG/Michaela Mößlacher
Im Biwak genießt man einen herrlichen Blick auf den See © MTG/Michaela Mößlacher

An außergewöhnlichen Orten am Millstätter See entstehen seit Ende Mai 2017 die „Biwak-Hotels“. Zu diesem Zeitpunkt wurden drei Stück gebaut. Seit Ende Juli gibt es zwei weitere und die letzten beiden Biwaks werden im Moment errichtet. Sie stehen an außergewöhnlichen Logenplätzen am See und am Berg und laden zur Nächtigung mit Blick auf die Sterne ein und bieten so einen besonderen Rückzugsort für die Zeit zu zweit.

Aus Lärchen- und Zirbenholz erbaut, fügen sich die Biwaks harmonisch in ihre Umgebung ein und bilden einen authentischen Landschaftsbezug. Das großzügige Panoramafenster und das Dachfenster über dem Bett verleihen der Natur einen Rahmen, der es erlaubt, die funkelnden Sterne am Himmel und den Sonnenaufgang am Morgen bewusst wahrzunehmen.

Fokus auf das Wesentliche

Die Grundidee der Rückzugsorte für die Zeit zu zweit basiert auf den Gedanken der Literaturepoche der Romantik, die auf das intensive Naturerlebnis abzielen und im scheinbar Banalen ein Geheimnis zu entdecken vermögen. „Viele Menschen sehnen sich nach Rückzugsorten und Reduktion, um die Natur, aber auch die Partnerschaft einmal anders zu erleben und zu kultivieren“, weiß Maria Theresia Wilhelm, Geschäftsführerin der Millstätter See Tourismus GmbH.

Auf das Sternefunkeln einlassen

In den Biwaks ist die Einrichtung auf das Wesentliche reduziert © MTG/Nina Hader
In den Biwaks ist die Einrichtung auf das Wesentliche reduziert © MTG/Nina Hader

Doch wer ist die Zielgruppe die durch die Biwaks angesprochen wird? Jeder, der sich auf ein innovatives Nächtigungskonzept inklusive Sternenfunkeln einlassen möchte. Die Biwaks sind 15 m2 groß, ein Bett, ein Tisch und zwei Stühle runden die Einrichtung ab. Eine Toilette und eine Waschgelegenheit sind separat untergebracht. Panorama- und Dachfenster bieten atemberaubend schöne Ausblicke“, so Deborah Schumann von der Millstätter See Tourismus GmbH. Die Namen der Biwaks bringen den Charakter der Umgebung zum Ausdruck. So mündet die große Terrasse des „Biwak Sonnenuntergang I tramonto“ direkt in den See, und zu einem grandiosen Ausblick, wenn die Sonne hinter den Hohen Tauern versinkt. Nahe des „Biwak Quelle I sorgente“, der auf einer kleinen Anhöhe liegt, plätschert eine Quelle aus dem Fels.

„Die Nachfrage nach den Refugien unter dem Sternenhimmel ist überwältigend groß. Erste Gästeanfragen trafen bereits im Februar bei der Millstätter See Tourismus GmbH ein. Vom Start weg liegt die Auslastung bei über 60 Prozent“, so Deborah Schuhmann. Im Durchschnitt halten sich die Gäste ein bis zwei Nächte im Refugium auf.

Innovatives Leuchtturmprojekt

Ein idealer RüŸckzugsort um den nŠächtlichen Sternenhimmel zu bewundern © MTG©element design
Ein idealer RüŸckzugsort um den nŠächtlichen Sternenhimmel zu bewundern © MTG©element design

 Das Biwak-Projekt war 2016 ein Leuchtturmprojekt des Wirtschaftsministeriums und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) und wurde vom Wirtschaftsministerium ausgezeichnet. Das Projekt wird über die Innovationsmillion mit 191 765 Euro gefördert. „Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist eine Branche, die sich in letzter Zeit immer wieder neu erfindet – mit Kleinigkeiten manchmal, oft aber auch mit ganz neuen Konzepten und Ideen. Spannende neue Lösungen für eine ganz andere Form der Beherbergung zum Beispiel Um solche Konzepte schon in ihrer Entstehung zu fördern und die Umsetzung zu ermöglichen gibt es die aus Mitteln des BMWFW und des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung getragene Förderaktion „Leuchtturmprojekte“, erklärt ÖHT-Chef Mag. Wolfgang Kleemann

 

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